Bericht
Freitag, 26. Juni
Spielplan und Ergebnisse
Viertelfinale
| Jim Long (74.04) | 6:1 | Brayden Hall (75.18) |
| Leonard Gates (79.92) | 4:6 | Fred Krueger (79.27) |
| Adam Sevada (102.48) | 6:0 | Alex Spellman (71.00) |
| David Cameron (81.06) | 5:6 | Gary Mawson (80.90) |
Halbfinale
| Jim Long (87.08) | 6:5 | Fred Krueger (83.70) |
| Adam Sevada (89.59) | 6:3 | Gary Mawson (74.37) |
Finale
| Adam Sevada (89.87) | 6:1 | Jim Long (85.22) |
SUPER SEVADA HOLT SICH DEN TITEL BEI NORTH AMERICAN CHAMPIONSHIP
Adam Sevada stürmte mit einem dominanten 6:1-Sieg über Jim Long zu seinem ersten Titel bei der North American Darts Championship.

Im Finale des im Infosys Theater im Madison Square Garden ausgetragenen Turniers traf die amerikanische Nummer eins Sevada auf den besten kanadischen Spieler Long und es war Sevada, der sich die 10.000 US-Dollar für den Sieger sicherte.
Der 40-Jährige zeigte drei dominante Leistungen auf dem Weg zu seinem Triumph in New York und gab bei seinen Siegen über Alex Spellman, Gary Mawson und Long insgesamt nur vier Legs ab. Es war ein Meilenstein in seiner Karriere.
Sevada begann seine Kampagne mit einem tollen 102,48 Durchschnitt - dem zweithöchsten in der Geschichte des Turniers - und besiegte Spellman erbarmungslos mit 6:0.
Anschließend setzte sich der in Kalifornien geborene Star mit 6:3 gegen Mawson, den Finalisten der UK Open 2008, durch. Dabei wehrte er ein beherztes Comeback des 63-Jährigen ab und ebnete so den Weg für das das Finale gegen den als Nummer eins gesetzten Long.
Sevada startete hervorragend und ließ auf einen 14-Darter mit dem Wurf ein sauberes 92 zwei Dart Checkout folgen, mit dem er seine Führung ausbaute. Long verkürzte jedoch mit einer überzeugenden 98er-Kombination auf 1:2.
Aber Sevada schnappte sich die nächsten drei Legs und kontrollierte weiter das Spiel. Er zog auf 5:1 davon, kämpfte seine Nervosität in der Schlussphase nieder und holte sich mit einer Doppel 2 den Titel.
"Ich fühle mich unglaublich. Ich bin ganz emotional", gab Sevada zu, der aktuell die Rangliste der CDC-Tour anführt.
"Heute war ich sehr entspannt und froh, zeigen zu können, was ich auf der Bühne tatsächlich leisten kann.
Meine Darts flogen schon im ersten Spiel gut, und ich habe mich den ganzen Tag über hervorragend gefühlt."
Sevadas Sieg sichert ihm auch die Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2026/27 sowie am Grand Slam of Darts im November; er freut sich sehr auf diese neue Chance, sich auf der großen Bühne zu beweisen.
"Es ist eine großartige Chance, die uns die CDC und die PDC bieten", fuhr Sevada fort, der im vergangenen Jahr sein Debüt im Alexandra Palace gegeben hatte.
"Dass ich das erleben darf, ist ein wahr gewordener Traum.
Ob es ein Wendepunkt in meiner Karriere ist? Ich glaube nicht, aber jeder weiß, wozu ich fähig bin, wenn ich gut spiele - wir werden also sehen, was passiert."

Long - auch im Vorjahr Finalist der North American Darts Championship - setzte sich gegen Brayden Hall und Fred Krueger durch und bestätigte damit seine beeindruckende Form im "Big Apple".
Der Kanadier hatte am Donnerstag, dem ersten Tag der US Darts Masters, Josh Rock aus dem Turnier geworfen und traf am Finaltag auf die Nummer eins der Welt, Luke Littler.
Aber es gelang ihm nicht, sich den Titel der North American Championship zu holen, obwohl er im vorletzten Leg seines Halbfinales gegen Krueger einen Matchdart überstanden hatte.
"Der heutige Tag war hart für mich. Ich habe mich überhaupt nicht wohlgefühlt", räumte Long ein.
"Es ist schon kurios, dass dieses Turnier so viel mehr Druck erzeugen kann als ein Spiel gegen die Top 8 der Welt."
Ich habe nicht gut genug gespielt, so einfach ist es. Ich bin natürlich enttäuscht."
Krueger hatte sich seinen Platz im Halbfinale durch einen beeindruckenden 6:4-Sieg gegen Leonard Gates - den North-American-Champion von 2022 und einzigen ehemaligen Sieger im diesjährigen Teilnehmerfeld - gesichert.
Mawson war gewann ebenfalls sein Viertelfinale - er überstand mehrere Matchdarts und setzte sich in einem Duell der Darts-Veteranen knapp gegen David Cameron durch.