UK Open 2026 - Das große Finale oder der dritte Tag

Nach der sechsten Runde waren nur noch acht Teilnehmer übrig - drei Engländer, zwei Waliser, ein Nordire, ein Niederländer und ein Pole - Luke Littler, Rob Cross, James Wade, Jonny Clayton, Gerwyn Price, Josh Rock, Danny Noppert und Krzysztof Ratajski.

Das spielgelt ein bisschen die teilnehmende Nationen wieder - immer schon waren wie bei allen anderen PDC Turnieren die Engländer bei den UK Open in der Überzahl. Wales war auch von Anfang an stark vertreten, dazu kamen immer ein paar Schotten und ab und zu auch ein Ire. Bereits im allerersten Jahr standen mit dem Amerikaner Steve Brown, dem Jamaikaner Al Hedman und dem Australier David Platt auch Nicht Europäer am Oche. Al Hedman blieb allerdings der bisher einzige Jamaikaner, Amerikaner waren auch nicht immer dabei - 2009 waren es dafür sogar vier - John Kuczynski, David Fatum, Gary Mawson und Larry Butler. Mawson erreichte sogar 2008 das Finale. In all den Jahren war aber fast immer ein Australier unter den Teilnehmern.

2004 tauchten der erste belgische (Erik Clarys) und der erste kanadische (John Part) Teilnehmer im Teilnehmerfeld auf. In diesem Jahr gab es wie letztes Jahr mit Jim Long ebenfalls wieder einen Kanadier bei den UK Open, der in diesem JAhr erst in der vierten Runde kanpp gegen Madars Razma verlor. Einmal - 2005 - konnte sich mit Sergio Bongiovanni auch ein italienische Dartspieler für die UK Open qualifizieren. 2011 waren mit Jyhan Artut und Michael Rosenauer die beiden ersten deutschen Spieler dabei, in diesem Jahr waren es sechzehn. Die Anzahl der Niederländer im Teilnehmerfeld war auch viele Jahr überschaubar. Gleich im zweiten Turnierjahr, 2004 gab es mit Roland Scholten, der damals der einzige Niederländer im Turnier war, einen niederländischen Sieger. Mit Raymond van Barneveld, Michael van Gerwen und Danny Noppert folgten drei weitere niederländische Champions. Daneben gab es noch drei schottische und einen belgischen Turnier Sieger. Neben Gary Mawson gab es in den ganzen Jahren nur einen nicht europäischen Finalisten - den Australier Corey Cadby 2018.

In diesem Jahr war es selbst vor den Viertelfinalen noch schwer vorherzusagen, wer - neben höchst wahrscheinlich Luke Littler - ins Finale einziehen würde. Krzysztof Ratajski räumte ich die geringsten Chancen ein, obwohl auch er ein gutes Turnier gespielt hatte. Aber sein Viertelfinalgegner Josh Rock war doch etwas stärker einzuschätzen und tatsächlich verlor der Pole dann trotz eines Durchschnitt von über 97. Das zweite Viertelfinale zwischen James Wade und Rob Cross war ein vom Niveau her nicht so starkes Spiel, aber es war sehr eng und dadurch spannend. Am Ende hatte Wade dann mit besserem Scoring und einer besseren Quote auf die Doppel knapp 10:9 die Nase vorne. Im dritten Viertelfinale standen Luke Littler und Danny Noppert am Oche - da hätte Noppert schon über sich hinauswachsen müssen um zu gewinnen. Der Niederländer verlor mit 6:10. Zum Abschluss gab es noch ein rein walisischen Duell zwischen Jonny Clayton und Gerwyn Price, sicher ein schwieriges Spiel für beide, aber Price kam schneller ins Spiel und Clayton wirkte erst einmal chancenlos. Er verlor am Ende dann auch, aber irgendwann war auch er im Spiel angekommen und es wurde doch noch spannend.


Noch einmal wurde ausgelost - Price würde im ersten Halbfinale auf Wade treffen und danach spielte Rock gegen Littler.

Das erste Halbfinale war ein herausragendes Spiel - das wohl beste Spiel des gesamten Turniers. Price kam besser ins Spiel und Wade hatte zunächst Probleme auf den Doppeln. Erst nach der ersten Pause fing er an, den ziemlich frustriert wirkenden Price in Grund und Boden zu spielen. Bei dem anfangs so starken Price lief es ein paar Legs überhaupt nicht mehr, Wade hingegen war, wie die Kommentatoren meinten, eigentlich unspielbar. Price hatte noch ein paar bessere Legs, blieb aber chancenlos und Wade zog mit einem 11:8 Sieg ins Finale ein.

Im zweiten Halbfinale war es der Favorit Luke Littler, der zu Beginn nicht ins Spiel kam und seine Doppel nicht traf. Bis zur zweiten Pause hatte Littler dann aber aufgeholt und es stand 5:5 Rock gelang es sogar sich noch einmal 9:7 in Führung zu spielen, aber dann verblasste er und er wurde schwächer. Littler nutzte seine Chancen und sicherte sich die letzten vier Legs des Spiels.


Und so hatten wir wieder die gleiche Final Paarung wie im letzten Jahr - James Wade gegen Luke Littler. Und Wade spielte zunächst schwach und wie im letzten Jahr schaute es auch dieses Mal danach aus, als würde er sang-und klanglos untergehen. Wade scorte schlecht und seine Doppel waren ihm auch abhandengekommen. Dann wurde Wade aber doch ein bisschen besser, traf auch wieder mehr Doppel und er konnte noch ein paar Mal ausgleichen. Beim Stand von 7:7 drehte Littler dann aber noch einmal auf und zog davon zum 11:7 Sieg und zur Titelverteidigung.

Insgesamt war es ein recht gutes wenn auch angesichts von Littlers Dominanz nicht so wirklich spannendes Turnier. Mir fehlten auch so ein bisschen die Außenseiter, die es ja gerade bei diesem Turnier oft bis in die späteren Runden geschafft hatten. Alle Viertelfinalisten waren Spieler aus den Top 32, sechs davon sogar unter den Top 12, alle Amateur Qualifikanten schieden früh aus dem Turnier aus, was dem Turnier etwas die Würze nahm. Trotzdem gab es viele enge und spannende Spiele, viele tolle Leistungen und ich hätte die Viertelfinalisten ganz sicher nicht richtig vorhergesagt. Wobei das natürlich bei diesem Format auch wirklich schwer ist...











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