Littler sichert sich in epischem Match gegen Humphries den Titel
Luke Littler bezwang seinen großen Rivalen Luke Humphries in einem packenden Entscheidungsset und gewann am Sonntag in Milton Keynes seinen ersten Winmau World Masters Titel.

Die beiden Top Spieler der Welt lieferten sich einen packenden Klassiker. Littler kämpfte sich von einem 4:5 Rückstand zurück und fügte seiner großen Sammlung einen weiteren Premier TV Titel hinzu.
Humphries erholte sich von einem 1:3-Rückstand und schien schon auf dem Weg zur Titelverteidigung zu sein, doch Littler wehrte seinen Average von 105,51 Punkten ab und sicherte sich das Preisgeld von 100.000 Pfund für den Sieger. Der Titelverteidiger hatte im hart umkämpften ersten Set die Oberhand, doch mit einem 153 Checkout drehte Littler im zweiten Set das Spiel und ging dann 2:1-Führung.
Humphries antwortete mit einem 13-Dart gegen den Wurf und versuchte auszugleichen, doch der unerbittliche Littler konnte seine Führung mit zwei aufeinanderfolgenden 121 Finishs auf 3:1 ausbauen. Danach stieg er mit einem 87 Finish auf dem Bullseye ins fünfte Set ein, bevor Humphries vier Legs in Folge gewann und zum 3:3 ausgleichen konnte. Dabei spielte er im fünften Set einen Durchschnitt von 123, es gelang ihm aber nicht, in Führung zu gehen. Er vergab drei Setdarts und Littler übernahm wieder die Kontrolle. Aber der Titelverteidiger konnte das achte Set mit einem 12-Darter gegen den Wurf gewinnen und sich das neunte Set mit einem 108 Checkout und einem 13-Darter zur 5:4-Führung holen.
Littler gab nicht nach und erzwang mit Legs von 13 und 12 Darts ein Entscheidungsset, das er für sich entschied und damit Humphries' Regentschaft in Milton Keynes beendete.
"Ich bin vollkommen fertig", gab Littler zu, der mit einem Average von 104,72 seinen vierten TV Rankingtitel in Folge holte.
"Als ich mit dem 4:5 Rückstand in die letzte Pause ging, dachte ich: ,Ich habe nichts mehr zuzusetzen', aber ich habe mich zusammengerissen.
Nach der letzten Pause war ich voll konzentriert und konnte meine Job erledigen.
Es war zeitweise ein hartes Turnier, aber genau deshalb kämpfen wir - in jedem Spiel, in jedem Leg - und ich bin als Sieger hervorgegangen."
Littlers Weg zum Triumph war alles andere als einfach, bereits bei seinem Auftaktsieg gegen die belgischen Nummer 1 Mike De Decker überstand er einen Matchdart.
Das Wunderkind aus Warrington zeigte dann in der zweiten Runde eine beeindruckende Leistung und bezwang Ross Smith. Am Finaltag schlug er seine Premier-League-Rivalen Josh Rock und Gerwyn Price.
Der 19-Jährige schaltete im Viertelfinale die nordirische Nummer 1 in weniger als 13 Minuten aus und hatte dabei einen Durchschnitt von 106.
Danach setzte sich Littler in einem Neun-Satz-Thriller gegen Price durch und überstand im vorletzten Leg des packenden Halbfinals einen Matchdart des Walisers.

Humphries spielte das ganze Wochenende über großartig und erzielte in jedem seiner fünf Spiele in Milton Keynes einen Durchschnitt von über 101 Punkten. Nach seinem Neun-Darter am Samstag stürmte der 30-Jährige am Sonntag mit zwei klaren Siegen gegen das niederländische Duo Danny Noppert und Gian van Veen ins Finale.
Humphries hatte in den Viertelfinalen einen Durchschnitt von 101,67 und deklassierte Noppert in einer Neuauflage des letztjährigen Halbfinales. Damit sicherte er sich ein spannendes Halbfinale gegen Van Veen.
Der European Champion hatte die letzten fünf Begegnungen der beiden gewonnen, doch Humphries beendete diese Serie mit einem eindrucksvollen Durchschnitt von 107,8 und einem überzeugenden Sieg.
"Natürlich bin ich enttäuscht, nicht gewonnen zu haben, aber man muss das Positive mitnehmen", sagte Humphries, der entschlossen ist, auf seinem tollen Turnier aufzubauen.
"Ich kann dieses Wochenende beruhigt nach Hause fahren und weiß, dass ich wieder in Topform bin. Es war ein großartiges Turnier für mich.
Wenn man sich das ganze Spiel ansieht, ist es schwer, Fehler zu finden, weil es einfach ein großartiges Dartspiel war.
Luke hat dort seine wahre Klasse gezeigt. Er gibt niemals unter Druck auf, und das mag verfrüht sein, aber ich denke, er ist der größte Dartspieler aller Zeiten."
Auch wenn er gegen Humphries verlor zeigte Van Veen bei seinem Debüt in den Viertelfinalen einen beeindruckenden 4:2-Sieg gegen James Wade - nicht zuletzt dank einer herausragenden Checkout-Quote von 73 Prozent.
Ebenfalls in den Viertelfinalen setzte sich Price mit 4:2 gegen den Masters-Sieger von 2023, Dobey, durch und traf seine zehn Doppel in nur 17 Versuchen - eine souveräne Vorstellung.
Nach seinem jüngsten Triumph konzentriert sich Littler nun auf die BetMGM Premier League, die am Donnerstag, dem 5. Februar, in Newcastle beginnt. Der Weltranglistenerste wird in seinem ersten Viertelfinale auf Van Veen - eine Neuauflage des WM-Finales vom Vormonat -, während Humphries seine Titelverteidigung gegen Price beginnen wird.
Gerwyn Price 4-2 Chris Dobey (1-2, 2-1, 2-1, 2-0, 1-2, 2-0)
Luke Littler 4-0 Josh Rock (2-0, 2-1, 2-0, 2-0)
Gian van Veen 4-2 James Wade (2-0, 0-2, 2-0, 0-2, 2-1, 2-0)
Luke Humphries 4-0 Danny Noppert (2-0, 2-1, 2-0, 2-1)
Statistik, Viertelfinale
| Ave | 180s | Doubles | Player | v | Player | Ave | 180s | Doubles |
| 96.20 | 4 | 6/18 | Dobey | 2:4 | Price | 96.94 | 1 | 10/17 |
| 105.92 | 8 | 8/16 | Littler | 4:9 | Rock | 94.10 | 3 | 1/6 |
| 102.66 | 5 | 8/11 | v.Veen | 4:2 | Wade | 103.68 | 4 | 5/11 |
| 101.67 | 5 | 8/20 | V.d.Bergh | 4:1 | Noppert | 97.63 | 6 | 2/14 |
Luke Littler 5-4 Gerwyn Price (2-1, 1-2, 2-0, 1-2, 2-0, 0-2, 2-0, 0-2, 2-1)
Luke Humphries 5-0 Gian van Veen (2-0, 2-0, 2-1, 2-0, 2-1)
Statistik, Halbfinale
| Ave | 180s | Doubles | Player | v | Player | Ave | 180s | Doubles |
| 101.56 | 13 | 12/37 | Littler | 5:4 | Price | 99.73 | 9 | 10/29 |
| 107.80 | 8 | 10/18 | Humphries | 5:0 | v.Veen | 102.93 | 4 | 2/10 |
Luke Littler 6-5 Luke Humphries (1-2, 2-1, 2-0, 2-1, 1-2, 0-2, 2-1, 1-2, 1-2, 2-0, 2-0)
Statistik, Finale
| Ave | 180s | Doubles | Player | v | Player | Ave | 180s | Doubles |
| 104.72 | 13 | 16/43 | Littler | 6:5 | Humphries | 105.51 | 12 | 13/28 |