World Matchplay 2026 - Vorschau

Das Betfred World Matchplay 2026 beginnt am Samstagabend und Luke Littler wird sich in den ikonischen Winter Gardens auf die Jagd nach seinem zweiten Titel in Folge machen.

Bei diesem herausragenden Sommer-Darts-Event, das mit einem kürzlich auf 1.000.000 Pfund erhöhten Preisgeld lockt, kämpfen 32 der besten Spieler der Welt im Blackpooler Empress Ballroom um die Phil Taylor Trophy.
Sieben ehemalige Champions - darunter Titelverteidiger Littler, die Nummer zwei der Welt Luke Humphries und der dreifache Sieger Michael van Gerwen - treten vom 18. bis 26. Juli in neun Tagen dramatischen Dart Tagen gegeneinander an, um sich die 225.000 Pfund für den Sieger zu sichern.

In der ersten Runde treffen die Top 16 der Weltrangliste auf die 16 besten ProTour-Qualifikanten des Einjahresrankings und Littler beginnt seine Titelverteidigung am Samstagabend gegen den deutschen Debütanten und "Hungarian Darts Trophy"-Sieger Niko Springer.
Der zweifache Weltmeister spielte im vergangenen Jahr einen beeindruckenden Durchschnitt von über 105, um sich seinen ersten Titel in Blackpool zu holen, und geht nun in sein drittes World Matchplay. 2026 konnte er bisher alle Premier-Ranglistenturniere die es gab gewonnen hat. Nur Rod Harrington, Phil Taylor und zuletzt Van Gerwen konnten das World Matchplay zweimal in Folge gewinnen, und das 19-jährige Ausnahmetalent möchte nun auch diesem exklusiven Kreis des Sports beitreten.

"Letztes Jahr habe ich alles, was zuvor schiefgelaufen war, zu Recht gerückt", meinte Littler, der bei seinem Debüt 2024 bereits in der ersten Runde am späteren Finalisten Van Gerwen gescheitert war. "Ich würde mich liebend gerne in die Riege der Spieler einreihen, die das Matchplay zweimal in Folge gewinnen konnten. Letztes Jahr lag ich einige Male mit 0:5 hinten, fand aber einen Weg, mich da herauszukämpfen, wieder ins Spiel zu finden und am Ende als Sieger vom Board zu gehen. Sobald die ersten beiden Spiele absolviert sind, werden die Formate immer länger; man steht ewig auf der Bühne, und es wird immer heißer. Aber das mag ich. Ich kann in ein Spiel hineinwachsen, immer besser werden. Hoffentlich kann ich am Ende des Turnier ein weiteres Finale erreichen und den Titel verteidigen."

Die nordirische Nummer eins Josh Rock trifft im interessanten Eröffnungsspiel in Blackpool auf den Luke Woodhouse, den besten der ProTour-Qualifikanten, während der ehemalige Masters-Sieger Stephen Bunting gegen niederländischen Debütanten Niels Zonneveld antritt. Nathan Aspinall - World Matchplay Sieger 2023 - spielt gegen den ehemaligen Premier-League-Finalisten Joe Cullen. Auf den Sieger wartet in der zweiten Runde Littler oder Springer.

Am Sonntagnachmittag steht Van Gerwen im Mittelpunkt des Interesses. Der dreifache Champion spielt in der ersten Runde gegen den ehemaligen UK-Open-Sieger Andrew Gilding. Den Sieger erwartet Dirk van Duijvenbode oder den ehemaligen Masters Champion Chris Dobey. Der Sieger von 2018, Gary Anderson, kehrt nach Blackpool zurück um gegen auf Ryan Joyce anzutreten, während sich die walisische Nummer eins Jonny Clayton mit dem Australier Damon Heta auseinandersetzen wird.

Am Sonntagabend misst sich die niederländische Nummer eins Gian van Veen - der zum ersten Mal als gesetzter Spieler in Blackpool antritt - mit Polens Topspieler Krzysztof Ratajski. Sein ebenfalls gesetzter Landsmann Wessel Nijman trifft auf Dave Chisnall. Nijman bestreitet sein zweites World Matchplay, nachdem er im Jahr 2026 bereits beeindruckende acht ProTour-Titel gewonnen hat - eine Leistung, die zuvor nur Taylor, Van Gerwen und Peter Wright in einem einzigen Jahr gelungen war. In dieser Saison hat bislang nur Littler mehr Preisgeld eingespielt.

"Ich habe nicht erwartet, so viele Titel zu gewinnen, insbesondere auch zwei auf der European Tour", gab Nijman zu, der seit Jahresbeginn von Platz 29 auf Platz 14 der Weltrangliste geklettert ist. "Mein Selbstvertrauen ist sehr groß - nicht nur für das World Matchplay, sondern auch für die kommenden sechs Monate. Ich finde, die Winter Gardens in Blackpool sind der beste Austragungsort, den wir haben. Der Veranstaltungsort an sich ist etwas ganz Besonderes, die Fans sind fantastisch, und es ist unglaublich schwer, sich für ein solches Turnier zu qualifizieren. Ich habe es letztes Jahr sehr genossen und freue mich darauf, hier wieder zu spielen. Ich glaube, dass ich einiges bewirken kann."

Der unerschütterliche William O'Connor gibt sein lang ersehntes World-Matchplay-Debüt gegen den WM-Halbfinalisten Ryan Searle, während der Champion von 2007, James Wade, auf Jermaine Wattimena trifft. Wade, der im vergangenen Jahr das Finale erreichte, kehrt auf die Bühne zurück, auf der ihm der Sprung an die Spitze des Sports gelang - bei seinem Debüt 2006 stand er im Finale bevor er sich 2007 den Titel holte. Der 43-Jährige freut sich auf eine weitere Teilnahme am World Matchplay.

"Zwanzig Jahre . Es ist immer noch mein Lieblingsturnier und mein auch mein liebster Austragungsort", verriet Wade; lediglich Taylor kommt mit 24 Teilnahmen in Blackpool auf mehr Einsätze als Wade mit seinen 21. "Das Publikum in Blackpool ist relativ überschaubar, aber es sind echte, leidenschaftliche Darts-Fans - eine erfrischende Mischung für uns Spieler. Ich glaube, ich war 23, als ich hier zum ersten Mal antrat. Heute bin ich entspannter und selbstbewusster als damals als junger Anfänger. Ich würde diesen Titel liebend gerne noch einmal gewinnen, und ich glaube, dass mir das in den nächsten Jahren auch gelingen wird."

Humphries, der Champion von 2024, beginnt am Montagabend seinen Anlauf auf einen zweiten Titel gegen den schottischen World Cup Star Cameron Menzies, der sich erst Anfang des Monats seinen dritten ProTour-Sieg holen konnte. Der Sieger von 2019, Rob Cross, tritt in seinem ersten Spiel gegen den ehemaligen UK-Open-Champion Danny Noppert an, während sich der frühere Weltmeister Gerwyn Price mit Martin Schindler misst - für die deutsche Nummer eins ist es bereits die fünfte Teilnahme, aber auf einen ersten Sieg in Blackpool wartet er noch.

Der aufstrebende Star Kevin Doets gibt im Empress Ballroom sein Debüt im Winter Gardens und trifft dabei in einer möglicherweise hochspannenden Partie auf den ehemaligen European Champion Ross Smith. Nach einem herausragenden Jahr kann es der Niederländer kaum erwarten, dort auf der Bühne zu stehen.

"Genau auf solche Momente habe ich hingearbeitet, seit ich meine Tour Card erhalten habe", sagte Doets, der im Mai seinen ersten Sieg auf der Players Championship Tour feierte. "Ich habe meinen ersten Titel gewonnen, stand erstmals im Finale eines European-Tour-Events und habe Luke Littler bei den UK Open einen harten Kampf geliefert - ich bin also in einer wirklich guten Verfassung und hoffe, daran anknüpfen zu können. Ich spiele unglaublich gerne auf den großen Bühnen und vor einem großen Publikum. Ich glaube, das holt das Beste aus mir heraus. Ich freue mich auf das World Matchplay und hoffe, dass ich ein paar gute Ergebnisse erzielen werde."

Nach Abschluss der ersten Runde findet die zweite Runde am Dienstag, den 21. Juli, und Mittwoch, den 22. Juli, statt; die Viertelfinale werden am Donnerstag und Freitag ausgetragen. Die Halbfinale werden am Samstag, den 25. Juli, gespielt, bevor am Sonntagabend, dem 26. Juli, das Finale folgt. Vorher wird am Sonntagnachmittag die fünfte Ausgabe des Betfred Women's World Matchplay ausgetragen.

Littler gilt bei Titelsponsor Betfred mit einer Quote von 11/10 als Favorit, gefolgt von Humphries mit einer Quote von 9/2. Für den formstarken Nijman liegt die Quote bei 10/1, für den ehemaligen Finalisten Price bei 12/1, während das niederländische Duo Van Gerwen und Van Veen mit Quoten von 16/1 beziehungsweise 20/1 geführt wird. .







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